Weniger Trainingsintensität ist mehr Freude am Sport

 

"Spaß am Sport entwickeln", das klingt irgendwie abgedroschen, aber letztendlich ist es doch so: wenn´s mir keinen Spaß macht und ich mich nur plagen muss, dann ist es mir irgendwann zu blöd und ich lasse es wieder sein.


Die Wahl der Trainingsintensität hat maßgeblichen Einfluss darauf, ob ich mich beim Training und nach dem Training gut fühle oder nicht.
 
Der Leistungssportler wird mit seinem Sport weitermachen, auch wenn er sich bis zur völligen Erschöpfung verausgabt. Er kennt seinen Körper, gibt ihm entsprechende Pausen für die Regeneration. Er genießt wahrscheinlich sogar den „Schmerz“ harten Trainings.
Der Trainingseinsteiger oder Wiedereinsteiger neigt leider auch dazu, mit hohen Intensitäten zu trainieren. Hier gibt es zwei Typen:
 
Der erste hat ewig nix gemacht, geht eine Runde laufen, schleppt sich über Zeit, ist völlig aus der Puste, hat am nächsten Tag einen Mords-Muskelkater, sieht sich in seiner Annahme bestätigt, dass Sport einfach nichts für ihn ist. Die Schuhe wandern wieder in den Schrank.
 
Der zweite hält ein paar Wochen durch, nimmt 2 Kilo ab, ist hochmotiviert, bekommt dann plötzlich Knieschmerzen, muss pausieren und verpasst den Wiedereinstieg.
 
Beide machen den gleichen Fehler: die Intensität ist zu hoch.
 
Dabei ist so wichtig zu verstehen: es ist nicht nötig, besonders hart zu trainieren, um fit zu werden oder es zu bleiben.  
Immer dann, wenn ich dem Körper mehr abverlange, als er durchschnittlich im Alltag leisten muss, bedeutet das einen Trainingsreiz und er wird reagieren: dadurch dass er fitter wird.
 
Wenn ich also viel Zeit im Sitzen verbringe, würde ich schon fitter werden, wenn ich öfter aufstehe oder grundsätzlich mehr stehe.
Wenn ich regelmäßig spazieren gehe, würde ich fitter werden, wenn ich das Gehtempo etwas erhöhe und das Gehen vll. mit kurzen, langsamen trabenden Phasen abwechsle.
Wenn ich schon regelmäßig langsam jogge, würde ich fitter werden, wenn ich regelmäßig ein paar schnellere Laufintervalle einbaue.
 
Falls ihr lange keinen Sport gemacht habt, dann lasst es langsam angehen. Verausgabt euch nicht, trainiert mit moderater Intensität und gebt dem Körper Zeit, sich an die neuen Anforderungen zu gewöhnen. Erhöht die Anzahl der Trainingseinheiten, die Trainingsdauer und die Intensität kontinuierlich und maßvoll.

Wenn ihr die richtige Intensität für euch gefunden habt, dann macht Sport Spaß, der Körper wird nicht schmerzen und ihr werdet euch nach der Bewegungseinheit einfach gut fühlen. Kein Zweifel.


Viel Spaß beim Sporteln!